Die Voraussetzungen für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung sind je nach Versicherer unterschiedlich, doch entscheidet in der Regel die sogenannte Krankenversicherungs-Einkommenspflichtgrenze:
Diese beträgt zurzeit für Angestellte 4.050 Euro brutto im Monat bzw. 48.600 Euro Jahresgehalt. Regelmäßige Boni wie etwa Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld werden in der Regel mit einberechnet.
Die typischen Berufsgruppen für eine private Krankenversicherung sind jedoch Beamte, Studenten, Freiberufler sowie solche der höheren Einkommensklassen wie etwa Ärzte und Rechtsanwälte. Da Selbstständige dazu verpflichtet sind, eine private Krankenversicherung zu zeichnen, kann dies besonders für Unternehmensstarter unter Umständen ein finanzielles Risiko darstellen und sollte daher vorab sorgfältig kalkuliert werden!
Eine günstige Alternative zu den für viele zu Versichernde unbezahlbar hohen Beiträgen einer privaten Krankenversicherung bietet eine private Zusatzkrankenversicherung (PZKV) für wenige Euros extra im Monat.
Vorteile einer privaten Krankenversicherung:
Neben der freien Auswahl des Arztes und des Krankenhauses im Krankheitsfall bekommen Sie als Privatpatient die optimale Behandlung, da in der Regel keine Budgetbegrenzungen bestehen. Je nach Tarif haben Sie darüber hinaus Anspruch auf einen Aufenthalt im Einbettzimmer und Chefarztbehandlung. Die Erstattung der Kosten für Prothesen und ähnlichen Zahnersatz von mindestens 60 Prozent sind je nach Tarifwahl bis auf 100 Prozent steigerbar und teilweise sind sogar kosmetische Behandlungen im kleineren Ausmaß enthalten. Je nach Tarif werden auch Kosten erstattet, welche die Höchstsätze der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) übersteigen. Darüber hinaus tragen viele private Krankenversicherungen exklusiv alternative oder weiterführende Behandlungsmethoden wie etwa Heilpraktiker-Therapien sowie chronische Behandlungen wie bspw. die Psychotherapie.
Speziell für Reisende ist der Krankenversicherungsschutz auch außerhalb des Heimatlandes besonders interessant.