Die britischen Lebensversicherer verfügen über die Option bis zu 100 Prozent des Anlagevermögens in Aktien zu investieren und können so durchschnittliche Renditen von 10 Prozent erwirtschaften. Die Rendite einer deutschen Lebensversicherung ist hingegen lediglich bei ungefähr 4,5 bis 5 Prozent angesiedelt.
Trotz der Anlagemöglichkeit von 100 Prozent in der englischen Lebensversicherung beträgt die Aktienquote jedoch tatsächliche 60 Prozent, weil die Renditen ertragreicher und schlechterer Börsenphasen durch ein Glättungsverfahren miteinander ausgeglichen werden. Im Gegensatz zum deutschen Markt, welcher durch die niedrig verzinste Sicherheitsanlagen vorschreibende deutsche Finanzaufsicht reguliert wird, überlässt der britische Finanzmarkt dem Anleger die freie Wahl der Anlageform. Dadurch kommen die wesentlich höheren Renditen zustande.
Im deutschen Steuerrecht werden englische Lebensversicherungen wie eine Kapital-Lebensversicherung behandelt und nicht als fondsgebundene Lebensversicherung angesehen. Dies ist eine Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit für den Anleger, wenn die Einkommenssteuerberechnung es individuell zulässt.
Zahlreiche britische Lebensversicherungsmodelle hat die Bundesaufsicht für Versicherungen in Deutschland bereits zugelassen. Somit kann die englische Lebensversicherung auch hierzulande als profitabler Baustein für die Altersvorsorge genutzt werden. In der BRD werden englische Lebensversicherungen vorwiegend von freien Versicherungsmaklern über das Internet vertrieben.